
| 1. Geistiges: | Wer hier lebt, beteiligt sich bewusst und aktiv beim Aufbau eines nachhaltigen Lebens- und Wirtschaftsmodells. Um die tiefsten Sehnsüchte und Potentiale unserer eigenen Seele zu entfalten und zugleich unsere Verantwortung in der Welt wahrzunehmen, wollen wir hier einen ganzheitlichen sozial-ökologischen Lebenszusammenhang im Kleinen gestalten. Dabei geht es uns darum, in neue Dimensionen von Erkenntnis, Spiritualität, Liebe und Lebensfreude vorzudringen. Wir erforschen experimentell neue Formen von Arbeit, Ernährung, Energieversorgung, Gesundheitspflege und menschlichen Beziehungen. Und auch die gegenseitige Bedingtheit von materiellen, seelischen und geistigen Bereichen. Wir sind uns bewusst, sowohl Teil als auch Mitgestalter der Schöpfung zu sein; und suchen dementsprechend nach der richtigen Mitte zwischen meditativer Gelassenheit und freudvoller Aktivität. Frieden, Freiheit und Glück beginnen in uns, im inneren EinsSein mit sich selbst. Für diese innere Arbeit nutzen wir verschiedenste Erfahrungen und Techniken der Menschheitsgeschichte: zum Beispiel Yoga, Tai Chi, Tanzen, Singen, Meditation, Gebet, philosophische Selbsterkenntnis, Naturerfahrung. Dies geschieht frei und nach persönlicher Vorliebe. Wir leben mit der Natur dieses uns anvertrauten Fleckchens Erde, doch wir fühlen uns verbunden mit allen Wesen der Erde und des Kosmos. |
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| 2. Materielles: | Wir entwickeln eine duale Ökonomie, das heißt eine möglichst optimale Verbindung von lokalen und globalen Kreisläufen. Auf lokaler Ebene bedeutet das die Selbstversorgung mit gesunden Lebensmitteln, Baustoffen und regenerativen Energien, sowie Tätigkeiten im Gesundheits-, Kultur-, Bildungs- und Sozialbereich. Das verbinden wir mit der Nutzung und Erzeugung effektiver Marktproduktionen im Rahmen einer globalen, arbeitsteiligen Gesellschaft. Zum Beispiel erzeugen wir ökologische Spezialitäten, Bildungs- und Forschungsdienstleistungen für den globalen Markt und nutzen von diesem moderne Technik. Die reiche Natur und die historischen Gebäude des Pommritzer Gutes sind unsere räumlich-materielle Basis, die wir unseren Zielen und Zwecken gemäß erhalten und gestalten. Im selbstverwalteten Umgang damit üben wir uns in gemeinsamer Meinungsbildung und Entscheidungsfindung. Für die Realisierung unserer ökonomischen Ziele kommt es uns darauf an, in uns sowohl Team- als auch Leitungsqualitäten zu entwickeln. Führung im neuen Sinne soll nicht festgeschrieben sein, sondern bei den Personen liegen, die für die jeweiligen Aufgaben jeweils die besten Intuitionen und Kompetenzen haben. |
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| 3. Seelisches: | Das Herz einer neuen Kultur ist die harmonische Mitte, die zwischen den beiden Polen Individualität und Gemeinschaftlichkeit schlägt. Eine gesunde Distanz, Respekt und Toleranz im Umgang miteinander und mit den uns umgebenden Lebensformen bilden einen Nährboden, auf dem persönliche menschliche Entwicklung erst möglich wird. Nur so entsteht eine komplexe und vielfältige Gemeinschaft freier, in Liebe, Arbeit und Wissen verbundener Menschen, die ihre Unterschiede nicht als Kampf gegeneinander, sondern als einander ergänzenden Reichtum erfahren. Gegen- statt füreinander wirkende Emotionen wie Neid, Hass, Eifersucht, Konkurrenz etc. sind Verhaltensprogramme unseres Naturerbes. Wenn sie weder unterdrückt, noch durch unnötige Aufmerksamkeit gestärkt werden, können wir sie als Energien für liebevolle Erkenntnis- und Entwicklungsprozesse integrieren. Eine liebevolle und wahrhaftige Gemeinschaft bietet die Chance, im Spiegel der anderen seine Einzigartigkeit zu erkennen und die Verbundenheit seiner eigenen freien Entwicklung mit der freien Entwicklung aller zu begreifen. Sie ermöglicht es, unsere Lebensenergien zu entfalten, sinn- und freudvoll zu leben und Gutes zu tun. |
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